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In diesem Jahr fand der von der Körber-Stiftung ausgelobte Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten zum Thema „Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte“ statt. Wie vor zwei Jahren war die HvF auch in diesem Durchgang die stärkste Braunschweiger Schule.
Am 23. September wurden durch Landtagspräsidentin Hanna Naber vier HvFler im Niedersächsischen Landtag ausgezeichnet. Ihrem Tutor Dr. Christian Mühling war der Stolz sichtlich anzumerken.
Der frisch gebackene Abiturient, Julian Constantin Papke, der zuvor schon den Abiturpreis des Historikerverbandes erhalten hatte, legte eine Studie zum Erzieher Friedrichs des Großen, Jacques-Égide Duhan de Jandun, vor. Papke konnte zeigen, wie der beim König in Ungnade gefallene Pädagoge mithilfe internationaler Netzwerke Grenzen überschritt und aus der Verbannung in Ostpreußen ins Braunschweiger Exil gelangte. Hierfür wertete er unter anderem diplomatischen Schriftwechsel aus dem Niedersächsischen Landesarchiv in Wolfenbüttel aus.
Seine Mitstreiter:innen Lara Bodenstein, Joris Hacke und Johannes Hacke erhielten Förderpreise für Arbeiten zum Kulturtransfer zwischen China und Europa im 18. Jahrhundert, zu den Grenzen zwischen Hetero- und Homosexualität am Hof Ludwigs XIV. und zu den Grenzen zwischen Lutheranern und Reformierten im Westfälischen Frieden.
Ein kreativer Gruppenbeitrag zur Koedukation an der HvF, den Geschichtslehrerin Christine von Samson-Himmelstjerna betreute, sowie acht weitere Arbeiten aus der von Mühling geleiteten Geschichts-AG wurden am 24.September im Rahmen einer Feierstunde bei Kaffee und Kuchen durch Schulleiterin Illona Gerhardy-Grotjan und Fachgruppenleiter Andreas Last geehrt. Gerhardy-Grotjan und Last hoben dabei das ausgewöhnliche Engagement unserer Schüler hervor, das zu beeindruckenden Ergebnissen führte. Da waren sich alle Beteiligten einig. Mit eigens von Abiturient Tobias Pinkert entworfenen Urkunden gingen die Teilnehmer des aktuellen Wettbewerbsdurchgangs nach Hause. Für ein künftiges Studium sind sie nach einem Jahr intensiver Arbeit in Bibliotheken, Archiven und Museen gut gewappnet.
Bildrechte: Claudia Höhne, Körber-Stiftung und Zeinab Sanan, HvF