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Unter der Anleitung des Trainers und Profisportlers Patrick Rokohl arbeiteten die Klassen in jeweils 90-minütigen Workshops an zentralen Fragen des sozialen Miteinanders. Im Mittelpunkt stand dabei die Erkenntnis, dass klare Routinen und bewusste Strukturen im Schulalltag helfen können, Stress zu reduzieren, Aggressionen vorzubeugen und die eigene Selbstregulation zu stärken. In einem theoretischen Einstieg setzten sich die Schüler:innen zunächst mit der Bedeutung solcher Routinen auseinander und reflektierten ihr eigenes Verhalten im Alltag und in der Schule. Im anschließenden praktischen Teil kamen Elemente aus dem Boxsport zum Einsatz – nicht als Wettkampf, sondern als pädagogisches Werkzeug. Die sportlichen Übungen boten den Jugendlichen die Möglichkeit, ihre eigenen Emotionen bewusst wahrzunehmen, Energie gezielt zu steuern und Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen. Dabei wurden nicht nur körperliche Fähigkeiten gefordert, sondern vor allem Respekt, Teamgeist, Empathie und Frustrationstoleranz gestärkt.
Ein besonderer Fokus lag auf dem gewaltfreien Umgang mit Konflikten. Die Schüler:innen lernten Strategien kennen, um mit starken Emotionen sicher und sinnvoll umzugehen, eigene Grenzen zu erkennen und die Grenzen anderer zu respektieren. Durch den Wechsel von Bewegung und Reflexion konnten Aggressionspotenziale abgebaut und die mentale Stärke nachhaltig gefördert werden.
Die innovative Verbindung aus sportlicher Aktivität und pädagogischer Begleitung eröffnete den Teilnehmenden wertvolle Lernräume. Das Projekt leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung sozialer Kompetenzen, zur Verbesserung des Klassenklimas und zu einem respektvollen Miteinander im Schulalltag und darüber hinaus.
Ermöglicht wurde das Projekt durch die freundliche finanzielle Unterstützung der Stiftung Braunschweiger Land, für die wir uns herzlich bedanken.
Fotos: Tobias Müller