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Drei Tage im Zeichen der Kunst

25 kunstinteressierte Schüler*innen des 10. Jahrgangs beteiligten sich mit großem Elan an den Kunsttagen unserer Schule vom 29. September bis zum 1. Oktober.

Unter dem Motto „Vielfalt in Braunschweig“ wurde drei Tage lang gemalt, geschnitzt, gesprayt, collagiert und kollaborativ zusammengearbeitet - das alles bei einer Atmosphäre, die durchweg von Begeisterung und Motivation getragen war.

Wie schon in den Jahren zuvor traf sich die Gruppe am ersten Tag zu einer thematisch aufbereiteten für die Praxis inspirierenden Führung im Herzog Anton Ullrich Museum. Anhand einiger exemplarischer Gemälde, wie „Kain erschlägt Abel“ von Gioacchino Assereto (um 1644) oder „Der Tod der Dido“ von Mattia Preti (um 1660) haben die Schüler*innen erfahren, wie universal die historische Malerei Gefühle wie Neid, Liebe, Eifersucht, Vertrauen und Freude verarbeitet hat und wie aktuell sie dabei auch heute noch ist. Einige Schüler*innen haben das Museum zum ersten Mal besucht und waren von den Räumlichkeiten und der Vielzahl der Kunstwerke (allein ausgestellt sind um die 4000 Werke) überwältigt. Dabei gab es nicht nur Malerei z.B. aus Italien und den Niederlanden zu bestaunen, sondern in der zweiten Etage auch vitrinenweise Münzen, Keramiken, Vasen, Uhren, Möbel und zahlreiche witzige, schöne, wundersame Skulpturen aus allen Teilen der Welt, die in ihrer unglaublichen Vielgestaltigkeit neugierig auf das Thema und die praktische Arbeit der folgenden Tage machten.

Die anschließende Praxisphase fand in unserer Schule statt. Künstlerisch bespielt wurden vier große Kunsttürme aus Holz im Primanerhof. Hierbei stand den Schüler*innen eine Vielfalt an Bildmaterial zur Verfügung, das collagiert und kombiniert werden konnte. Bei Ankunft am Morgen lag der Boden im Kunsttrakt über und über voller Fotografien aus unterschiedlichen Kontexten wie Braunschweig oder Menschsein und von Kunstwerken aus dem HAUM, die den Schüler*innen noch vom ersten Tag bekannt waren. Um Arbeitsmethoden und Bildwelten zu variieren, konnten die Interessierten an vier Stationen experimentieren und gestalten. So wurden Reliefs in Holzplatten geschnitzt und farbig ausgerollt, Fotografien mit Acrylfarbe übermalt und Stencils mithilfe von Collagen gestaltet, um sie hinterher auf Platten zu sprühen. Ein besonderer Dank gilt Franziskus Steinmetz, der den Schüler*innen mit seiner Erfahrung und Begeisterung eine Einführung in die Kunst des Graffitisprühens gegeben hat. Nur bei dieser Station wurde direkt an den Türmen gearbeitet. Aus allen Stationen heraus sind wiederum viele neue, ganz eigenständige Ideen entstanden.

Am dritten Tag kam die finale Phase, die auch die anspruchsvollste war. Aus der kreativen Vielfalt, den einzelnen wundervollen Beiträgen, Bildern, Ideen, Geistesblitzen, musste ein großes Ganzes entstehen, das in sich stimmig harmoniert, ohne dabei die einzelnen Werke zu übergehen. Bearbeitete Platten mit den Reliefs, Malereien, Hinterglasmalereinen und Stencils mussten in die bestehenden und teilweise mit viel Herzblut gestalteten Graffitimalereien integriert werden. Wie beim echten Graffiti, wo es auch mal zu Konflikten an einer bereits bemalten Wand kommen kann, brauchten hier alle sehr viel Fingerspitzengefühl und Gelassenheit. Wie man den Türmen ansehen kann, die im Primanerhof zu bestaunen sind, ist dies mehr als gelungen. Aus einfachen Holztürmen ist so etwas wie ein Parcours erwachsen, der die Schulgemeinschaft erfreut und in dem man beim Entlang- oder Hindurchlaufen wieder und wieder neue Details entdeckt.

Am Ende sind wir alle stolz und blicken auf wunderschöne, inspirierte, freudvolle und bunte Kunsttage zurück, die uns noch lange im Gedächtnis bleiben werden.

Bildergalerie

AnsprechpartnerIn

Corinna Kirchner
Unterrichtet Kunst und Deutsch
kirchner@hvf-bs.net
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